Freitag, 4. August 2017

Laborversuch Schlüsselabhängigkeit einsatzbereit

Die beiden Modulplatten zu elektrischen Schlüsselsperren (wir berichteten am 07. Juli 2017) wurden nun zu einem Laborversuch Schlüsselabhängigkeit erweitert.

Skizze vom geplanten Versuchsaufbau


Hierzu wurde ein Grundträger erbaut, welcher an einem Ende ein Hebelbankschloss mit zwei Schließeinrichtungen aufnimmt. Des Weiteren sind am anderen Ende des Grundträgers zwei Riegelhandschlösser montiert. Zwischen beiden sicherungstechnischen Einrichtungen finden in einem Modulsteckrahmen die beiden Modulplatten der elektrischen Schlüsselsperren sowie eine Stromversorgung ihren Platz.

Aufbau der Stahlkonstruktion
Probebestückung mit den Modulplatten


Durch die Einrichtung kann die Sicherung einer Weiche in beiden Endlagen, und die sichere  Übertragung der Lageinformation auf eine Fahrstraßenschubstange gezeigt werden.

Fertiger Versuchsstand
Fertiger Versuchsstand

Für die Sicherung und Übertragung der Plus-Lage kann der Schlüssel eines Riegelhandschlosses direkt mit einem Schloss am Hebelbankschloss in Verbindung gebracht werden. Zur Sicherung und Übertragung der Minus-Lage muss der Schlüssel nicht von der Weiche bis ins Stellwerk gebracht werden. Hier sind die beiden Schlüsselsperren - eine in der Nähe der Weiche, die andere in der Nähe der Hebelbank - in die Sicherheitslogik eingebunden.

Der Laborversuch integriert sich gut in unser Labor
der Leit- und Sicherungstechnik


Diese Art der Sicherung von Weichen wird seit langer Zeit angewendet. Sie bietet sich für die anschauliche didaktische Aufbereitung des Themas sehr gut an. Auch in modernen Stellwerken findet der Prozess der Weichensicherung analog statt, allerdings kommen andere technische Verarbeitungs- und Übertragungswege zur Anwendung.


Wir danken der Fa. Stahl- und Metallbau Pratsch aus Großschönau für die ausgezeichnete Unterstützung bei der Verwirklichung unserer Idee.

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