Dienstag, 22. November 2016

Dreharbeiten zum Lehrfilm "Handverschlüsse an Weichen"

Am 05. und 06. November fanden die Dreharbeiten zum Lehrfilm "Handverschlüsse an Weichen" statt. Die Arbeiten wurden im Bf Oybin an der Schmalspurbahnstrecke Zittau - Oybin / Jonsdorf durchgeführt.
Wir freuen uns, dass die Ausführungen von unserem erfahrenem Lehrbeauftragten, Herrn Hans-Günter Krüger vorgetragen wurden.

Herr Krüger vor dem Empfangs-
gebäude des Bf Oybin
Dreharbeiten am einer Weiche mit
doppeltem Riegelhandschloss

Es wurde die Nutzung folgender Handverschlüsse dokumentiert
  • vorübergehender Verschluss von Weichen
    • Weichenschloss
    • Zungensperre
    • HV 73 Sp
  • dauernder Verschluss von Weichen
    • Einfaches Riegelhandschloss
    • Doppeltes Riegelhandschloss
  • dauernder Verschluss von Gleissperren
    • Einfaches Handschloss 

Die Weiche wird zur Bedienung
freigeschlossen
Im Bf Oybin können auch Folge-
abhängigkeiten erläutert werden

Leider hat das Wetter nicht ganz mitgespielt. Dennoch ist es uns gelungen, die Regenpausen erfolgreich zu nutzen und die Dreharbeiten vollständig abzuschließen.
Der nun bereits achte Lehrfilm soll für die Nutzung im Rahmen unserer Lehrveranstaltung Grundlagen Leit- und Sicherungstechnik verwendet werden.

Anlegen einer Zungensperre zur vorübergehenden Sicherung

Wir danken Herrn Jörg Schubert für die Aufnahmedes Rohmaterials. In Kürze wird Herr Schubert den Filmschnitt vornehmen.
Des Weiteren danken wir Herrn Hans-Günter Krüger und Herrn Peter Rümke für die fachliche Betreuung, sowie Herrn Ullrich Sauer sowie den anderen Kollegen der SOEG mbH für die freundliche Genehmigung der Dreharbeiten im Bf Oybin.

Montag, 14. November 2016

Aufarbeitung des Weichensignals für Kreuzungsweichen zur Spendenbox


Das Weichensignal für Kreuzungsweichen  aus den Beständen des "Interessenverband der Zittauer Schmalspurbahn e.V." wurde zur Aufarbeitung durch die studentischen Hilfskräfte der Hochschule Zittau/Görlitz freigegeben.

Da keine Verwendung im ursprünglichen Sinn als Weichensignal besteht, wurde geplant, das Signal zu einer Spendenbox am Standort des Lehrstellwerkes Zittau Süd umzufunktionieren. Im nächsten Bild ist der Ausgangszustand des Signals zu sehen.


Mit Weichensignal sind alle ortsgestellten Weichen ausgerüstet sowie diejenigen ferngestellten Weichen, über die ohne Rangierstraße rangiert wird.
Bei dieser mechanischen Ausführung handelt es sich um eine Weichenlaterne für Kreuzungsweichen. Im folgenden Bild ist die Mechanik sichtbar, welche die Stellung der Klappen vor den Ausschnitten in der Laterne steuert.

Zur Aufarbeitung musste das Dach der Laterne entfernt werden, da sich nahe des oberen Luftauslasses ein Knick im Dach befand. Außerdem hatte sich im Laufe der vielen Dienstjahre Rost auch an unzugänglichen Stellen gebildet. Im nächsten Schritt wurde die Mechanik demontiert und alles von alter Farbe und Rost befreit. Die verloren gegangenen Glaseinsätze wurden aus mattem PVC Kunststoff nachgefertigt.


Zur Beleuchtung wurde ein LED-Leuchtmittel im Inneren des Grundkörpers befestigt. 


Nach der abgeschlossenen Probemontage der Beleuchtung und  wurden alle Einzelteile mit schwarzem Unilack lackiert, bzw. gestrichen und gerollt. Vor dem aufbringen des Lackes musst das gerichtete Dach wieder an die Laterne angeschweißt werden. Das folgende Bild zeigt den Zwischenstand:


Nach mehreren Lackierdurchgängen wurden die Einzelteile wieder mit reichlich Öl und Fett zusammengefügt und die Freigängigkeit der Mechanik wieder hergestellt.


In eine Kunststoffscheibe wurde ein Münzschlitz eingearbeitet und ein Auffangbehälter für die gespendeten Münzen geschaffen. Es folgte die Montage auf den ebenfalls aufgearbeiteten Fuß, und die Beschriftung als Spendenkasten.


Signal Wn 5, Bedeutung: Bogen von links nach links - und einen kleinen Obolus einwerfen :)
Wir bedanken uns außerdem bei dem Interessenverband der Zittauer Schmalspurbahn e.V. für die Bereitstellung Ihrer Räumlichkeiten zur Aufarbeitung des Signals und für die großzügige Überlassung des Signals!


Sonntag, 6. November 2016

Anbringung von Vorhängeschlössern und Kennzeichnungen gemäß Regelzeichnung

Zu sicheren Betriebsführung im Eisenbahnbetrieb müssen die vorhandenen Sicherungseinrichtungen vor unbeabsichtigten und unerlaubten Einriffen geschützt werden.

Somit kann etwa wirksam ein Eingriff in die Blockleitungen an Kabelabschlüssen, die Signalabhängigkeiten in Verschlusskästen und dem Folgefahrschutz bei Unterwegsperren an Ausfahrsignalen verhindert werden.

Dazu haben wir Vorhängeschlösser und Kennzeichnungen gemäß den Regelzeichnungen zur „Kennzeichnung der Verschlüsse nach St V4 §4 (25), Bl V §14 (2)a“ von 1938 im Labor der Hochschule Zittau/Görlitz, sowie im Lehrstellwerk in Zittau Süd angebracht.
Die benötigten Vorhängeschlösser wurden von uns zuvor mit roter Lackfarbe bestrichen.

Einrichtungen welche einen Bezug zum Streckenblock und somit auf den Folge- und Gegenfahrschutz auf der freien Strecke stehen werden zusätzlich zu den roten Vorhängeschlössern oder roten Plomben mit „auf der Spitze stehenden gelben Quadraten“ gekennzeichnet. Werden diese Sicherungen entfernt, gilt der Streckenblock nicht mehr als betrieblich sicher und es muss Räumungsprüfung auf Zeit zu den angrenzenden Betriebsstellen eingeführt werden.

Verschlüsse an Springtastensperre
Sicherung am Hebelwerk
Sicherung am Verschlusskasten
(ohne Raute, da kein Streckeblock)
Sicherung am Kabelabschlusskasten
(mit Raute, da mit Streckenblockleitungen)
Sicherung an Unterwegssperre
(wirkt mit Streckenblockeinrichtungen zusammen)

Wir bedanken uns der Firma Hahmann und Zimmermann GbR aus Großschönau für die Bereitstellung der gelben Klebequadrate und bei der Firma Theile & Wagner GmbH & Co.KG aus Zittau für die Lieferung der Vorhängeschlösser.

Donnerstag, 27. Oktober 2016

Fortführende Arbeiten zum Anschluss des Weichenantriebes der Weiche 14 an das Stellwerk

Am 25.10.2016 wurden die Arbeiten für den Anschluss des Weichenantriebes der Weiche 14 an das Stellwerk Zittau Süd fortgesetzt.
Um den Zugang zu den an Gleis 4 liegenden Grundstücken nicht zu behindern, muss die Drahtzugleitung im Bereich der Zugänge in Kanälen geführt werden.

Ermittlung der Leitungsführung zum Spannwerk
Leitungsführung an den Grundstückszugängen 
Des Weiteren wurden die Drahtseile, welche mit den Weichen- bzw. Signalhebeln verbunden sind, aus dem Stellwerk heraus zur Ablenkung geführt.
Dabei muss auf eine saubere Leitungsführung geachtet werden d.h. dass die Leitungen berührungsfrei aneinander vorbei verlaufen und das Rohr nicht berühren.


Durchführen der Drahtseile durch Kunststoffrohre 
Optimale Führung der Drahtzugleitung

Anschließend wurde eine Ablenkung, welche die Drahtzugleitungen für die Weichenantriebe der Weichen 4 und 14 sowie für das Form-Hauptsignal A in die jeweilige Richtung führen soll, hinter dem Stellwerk platziert. 

Hineinsetzen der Ablenkung in die Baugrube
Ablenkung der Drahtzugleitung Richtung Weiche 14

Zu guter Letzt wurden der Zug- und Nachlassdraht der Drahtzugleitung für den Antrieb der Weiche 14 ermittelt und die jeweiligen Drahtenden miteinander verbunden. Anschließend wurde die Drahtzugleitung mithilfe des Spannwerks gespannt. 

Verbinden der Drahtenden mit Wehner-Verbindern
Spannwerk der Weiche 14

Leitungsführung Richtung Weiche 14

Fachgebiet LST beteiligt sich beim Fotogüterzug der SOEG mbH

Am 08. Oktober fand eine von der SOEG mbH organisierte Fahrt eines Fotogüterzuges auf der Strecke Zittau - Oybin/Jonsdorf statt. Die Fahrt stoß auf großes Interesse eines eisenbahninteressierten Publikums aus nah und fern.

Zugabfertigung in ZS, Foto: Andreas Fischer

Das Fachgebiet LST hatte zu diesem Zweck die Betriebsstelle ZS (Bf Zittau Süd) besetzt. Die betriebsdienstlichen Abläufe wurden durch Studierende anschaulich in Szene gesetzt.

Besonderer Höhepunkt stellte die Abnahme des Ungültigkeitskreuzes und das Auf-Fahrt-Stellen des Form-Einfahrsignals A zu Fotozwecken dar.

Abnahme des Ungültigkeitskreuzes
Foto: Andreas Fischer
Absprache mit dem Zugpersonal
Foto: Andreas Fischer


Wir danken den Organisatoren für die Unterstützung bei der Präsentation unseres Ausbildungsbahnhofes und dem Publikum für das zahlreiche Erscheinen.

Donnerstag, 20. Oktober 2016

Baumaßnahme zum Umbau des Weichenantriebes der Weiche 14 hat begonnen

Am 18.10.2016 hat der Umbau des Weichenantriebes der Weiche 14 im Bf Zittau Süd begonnen.

Ermittlung der Leitungsführung
im Bogen
Einbau des Weichenantriebes an
die Lagereisen

Nach der Übernahme des Stellwerkes zu Lehrzwecken vor fast drei Jahren wurde der Weichenantrieb zunächst im Gleis 4 direkt hinter dem Spannwerk weit entfernt von der eigentlichen Weiche eingebaut.
Für die kurzfristige Nutzung als Lehranlage war der Einbau an dieser Stelle ohne große Leitungswege zunächst zweckmäßig.


Zugfahrt im Bereich der Baustelle
Aufbau der Leitungsführung

Um die Anlage den Planunterlagen und der Realität noch näher anzugleichen, wird der Weichenantrieb nun auf Höhe der Weiche 14 versetzt. Damit verbunden ist die zusätzliche Herstellung von etwa 100m Doppeldrahtzugleitung. Im Leitungsweg werden etwa 10 Führungsrollen eingebunden. Ferner wird eine Querung mit einem Fußgängerüberweg hergestellt. Eine Anbindung des Weichenantriebes an die Weiche bzw. den Klammerspitzenverschluss ist aus betrieblichen Gründen nicht vorgesehen.

Leitungsführung im Bereich des
Fußgängerüberweges
Vorbereitung der Kanäle im Bereich
des Fußgängerüberweges

Die Bauleitung übernimmt die Fa. Peter Israel. Studentische Hilfskräfte unterstützen das Vorhaben.

Freitag, 14. Oktober 2016

10 Teilnehmer schließen die Lehrveranstaltung zum Elektromechanischen Stellwerk ab

Vom 10.10.2016 bis 14.10.2016 fand im Fachgebiet LST der Hochschule Zittau/Görlitz eine Lehrveranstaltung zum Elektromechanischen Stellwerk statt.

Die Veranstaltung wurde von 10 Teilnehmern besucht.
Diese haben die technischen Stell- und Überwachungseinrichtungen dieser Stellwerksbauform zur Sicherung des Eisenbahnbetriebes kennengelernt.


Es wurden unter anderem folgende Themen behandelt:
  • Stellsystem der Weiche
  • Fahrstraßenbildung und -auflösung im Zentralstellwerk
  • Fahrstraßenbildung und -auflösung in abhängigen Stellwerken
  • Instandhaltung und Entstörung
Die Veranstaltung gliederte sich in einen Theorieteil in Form von Vorlesungen und einem Praxisteil im LST-Labor der Hochschule.

Wir bedanken uns bei den Teilnehmern für den interessanten fachlichen Austausch und wünschen für die Zukunft alles Gute.