Sonntag, 6. November 2016

Anbringung von Vorhängeschlössern und Kennzeichnungen gemäß Regelzeichnung

Zu sicheren Betriebsführung im Eisenbahnbetrieb müssen die vorhandenen Sicherungseinrichtungen vor unbeabsichtigten und unerlaubten Einriffen geschützt werden.

Somit kann etwa wirksam ein Eingriff in die Blockleitungen an Kabelabschlüssen, die Signalabhängigkeiten in Verschlusskästen und dem Folgefahrschutz bei Unterwegsperren an Ausfahrsignalen verhindert werden.

Dazu haben wir Vorhängeschlösser und Kennzeichnungen gemäß den Regelzeichnungen zur „Kennzeichnung der Verschlüsse nach St V4 §4 (25), Bl V §14 (2)a“ von 1938 im Labor der Hochschule Zittau/Görlitz, sowie im Lehrstellwerk in Zittau Süd angebracht.
Die benötigten Vorhängeschlösser wurden von uns zuvor mit roter Lackfarbe bestrichen.

Einrichtungen welche einen Bezug zum Streckenblock und somit auf den Folge- und Gegenfahrschutz auf der freien Strecke stehen werden zusätzlich zu den roten Vorhängeschlössern oder roten Plomben mit „auf der Spitze stehenden gelben Quadraten“ gekennzeichnet. Werden diese Sicherungen entfernt, gilt der Streckenblock nicht mehr als betrieblich sicher und es muss Räumungsprüfung auf Zeit zu den angrenzenden Betriebsstellen eingeführt werden.

Verschlüsse an Springtastensperre
Sicherung am Hebelwerk
Sicherung am Verschlusskasten
(ohne Raute, da kein Streckeblock)
Sicherung am Kabelabschlusskasten
(mit Raute, da mit Streckenblockleitungen)
Sicherung an Unterwegssperre
(wirkt mit Streckenblockeinrichtungen zusammen)

Wir bedanken uns der Firma Hahmann und Zimmermann GbR aus Großschönau für die Bereitstellung der gelben Klebequadrate und bei der Firma Theile & Wagner GmbH & Co.KG aus Zittau für die Lieferung der Vorhängeschlösser.

Donnerstag, 27. Oktober 2016

Fortführende Arbeiten zum Anschluss des Weichenantriebes der Weiche 14 an das Stellwerk

Am 25.10.2016 wurden die Arbeiten für den Anschluss des Weichenantriebes der Weiche 14 an das Stellwerk Zittau Süd fortgesetzt.
Um den Zugang zu den an Gleis 4 liegenden Grundstücken nicht zu behindern, muss die Drahtzugleitung im Bereich der Zugänge in Kanälen geführt werden.

Ermittlung der Leitungsführung zum Spannwerk
Leitungsführung an den Grundstückszugängen 
Des Weiteren wurden die Drahtseile, welche mit den Weichen- bzw. Signalhebeln verbunden sind, aus dem Stellwerk heraus zur Ablenkung geführt.
Dabei muss auf eine saubere Leitungsführung geachtet werden d.h. dass die Leitungen berührungsfrei aneinander vorbei verlaufen und das Rohr nicht berühren.


Durchführen der Drahtseile durch Kunststoffrohre 
Optimale Führung der Drahtzugleitung

Anschließend wurde eine Ablenkung, welche die Drahtzugleitungen für die Weichenantriebe der Weichen 4 und 14 sowie für das Form-Hauptsignal A in die jeweilige Richtung führen soll, hinter dem Stellwerk platziert. 

Hineinsetzen der Ablenkung in die Baugrube
Ablenkung der Drahtzugleitung Richtung Weiche 14

Zu guter Letzt wurden der Zug- und Nachlassdraht der Drahtzugleitung für den Antrieb der Weiche 14 ermittelt und die jeweiligen Drahtenden miteinander verbunden. Anschließend wurde die Drahtzugleitung mithilfe des Spannwerks gespannt. 

Verbinden der Drahtenden mit Wehner-Verbindern
Spannwerk der Weiche 14

Leitungsführung Richtung Weiche 14

Fachgebiet LST beteiligt sich beim Fotogüterzug der SOEG mbH

Am 08. Oktober fand eine von der SOEG mbH organisierte Fahrt eines Fotogüterzuges auf der Strecke Zittau - Oybin/Jonsdorf statt. Die Fahrt stoß auf großes Interesse eines eisenbahninteressierten Publikums aus nah und fern.

Zugabfertigung in ZS, Foto: Andreas Fischer

Das Fachgebiet LST hatte zu diesem Zweck die Betriebsstelle ZS (Bf Zittau Süd) besetzt. Die betriebsdienstlichen Abläufe wurden durch Studierende anschaulich in Szene gesetzt.

Besonderer Höhepunkt stellte die Abnahme des Ungültigkeitskreuzes und das Auf-Fahrt-Stellen des Form-Einfahrsignals A zu Fotozwecken dar.

Abnahme des Ungültigkeitskreuzes
Foto: Andreas Fischer
Absprache mit dem Zugpersonal
Foto: Andreas Fischer


Wir danken den Organisatoren für die Unterstützung bei der Präsentation unseres Ausbildungsbahnhofes und dem Publikum für das zahlreiche Erscheinen.

Donnerstag, 20. Oktober 2016

Baumaßnahme zum Umbau des Weichenantriebes der Weiche 14 hat begonnen

Am 18.10.2016 hat der Umbau des Weichenantriebes der Weiche 14 im Bf Zittau Süd begonnen.

Ermittlung der Leitungsführung
im Bogen
Einbau des Weichenantriebes an
die Lagereisen

Nach der Übernahme des Stellwerkes zu Lehrzwecken vor fast drei Jahren wurde der Weichenantrieb zunächst im Gleis 4 direkt hinter dem Spannwerk weit entfernt von der eigentlichen Weiche eingebaut.
Für die kurzfristige Nutzung als Lehranlage war der Einbau an dieser Stelle ohne große Leitungswege zunächst zweckmäßig.


Zugfahrt im Bereich der Baustelle
Aufbau der Leitungsführung

Um die Anlage den Planunterlagen und der Realität noch näher anzugleichen, wird der Weichenantrieb nun auf Höhe der Weiche 14 versetzt. Damit verbunden ist die zusätzliche Herstellung von etwa 100m Doppeldrahtzugleitung. Im Leitungsweg werden etwa 10 Führungsrollen eingebunden. Ferner wird eine Querung mit einem Fußgängerüberweg hergestellt. Eine Anbindung des Weichenantriebes an die Weiche bzw. den Klammerspitzenverschluss ist aus betrieblichen Gründen nicht vorgesehen.

Leitungsführung im Bereich des
Fußgängerüberweges
Vorbereitung der Kanäle im Bereich
des Fußgängerüberweges

Die Bauleitung übernimmt die Fa. Peter Israel. Studentische Hilfskräfte unterstützen das Vorhaben.

Freitag, 14. Oktober 2016

10 Teilnehmer schließen die Lehrveranstaltung zum Elektromechanischen Stellwerk ab

Vom 10.10.2016 bis 14.10.2016 fand im Fachgebiet LST der Hochschule Zittau/Görlitz eine Lehrveranstaltung zum Elektromechanischen Stellwerk statt.

Die Veranstaltung wurde von 10 Teilnehmern besucht.
Diese haben die technischen Stell- und Überwachungseinrichtungen dieser Stellwerksbauform zur Sicherung des Eisenbahnbetriebes kennengelernt.


Es wurden unter anderem folgende Themen behandelt:
  • Stellsystem der Weiche
  • Fahrstraßenbildung und -auflösung im Zentralstellwerk
  • Fahrstraßenbildung und -auflösung in abhängigen Stellwerken
  • Instandhaltung und Entstörung
Die Veranstaltung gliederte sich in einen Theorieteil in Form von Vorlesungen und einem Praxisteil im LST-Labor der Hochschule.

Wir bedanken uns bei den Teilnehmern für den interessanten fachlichen Austausch und wünschen für die Zukunft alles Gute.

Freitag, 2. September 2016

Einsatz unseres Lehrbeauftragten Herrn Krüger bei den Dreharbeiten zu weiteren Lehrfilmen

Um unser Angebot der Lehrvideos zu ausgewählten Themen der Leit- und Sicherungstechnik weiter auszubauen, fanden am 30.08. und 01.09. weitere Dreharbeiten statt.
Im Bf Bertsdorf und im Bf Zittau Süd hat unser Lehrbeauftragter Herr Hans-Günter Krüger vor der Kamera über folgende Themen referiert:
  • Doppeldrahtzugleitung im mechanischen Stellwerk
  • Grundlagen des Schotteroberbaus (Allgemein und Weiche)



Wir freuen uns, dass Herr Krüger sein komplexes Fachwissen aus 49 Jahren Berufserfahrung für die Ausbildung unserer Studierenden nachhaltig zur Verfügung stellt.

Begleitet wurden die Dreharbeiten von unserem Kameramann Herrn Jörg Schubert (Schubert Eisenbahn Video). Es ist bereits das siebte Videoprojekt in kurzer Zeit, welches Herr Schubert für uns in hoher Qualität und nach unseren Wünschen erstellt.

Wir bedanken uns bei beiden Kollegen für die unkomplizierte Zusammenarbeit.

Donnerstag, 1. September 2016

Gastvorträge und Fachexkursion durch den TÜV SÜD Rail, Herrn Thomas Dießner

Vom 30.08.2016 bis zum 01.09.2016 fand im Rahmen unserer Lehrveranstaltung Grundlagen Leit- und Sicherungstechnik eine Vortragsreihe statt, die durch den TÜV SÜD Rail, und hier speziell durch den Vortragenden Herrn Thomas Dießner, geleitet wurde.

Herr Dießner, TÜV SÜD Rail GmbH, bei seinen Ausführungen zu den Gefahrenmeldeanlagen

Am 30.08. wurde das Thema Linienförmige Zugbeeinflussung (LZB) behandelt.
Am 31.08. wurde der Themenkomplex Bahnübergangssicherungstechnik behandelt. Einem einleitenden Fachvortrag folgte eine Fachexkursion zu diversen Bahnübergangsanlagen im Umfeld des Ausbildungsbahnhofes Zittau Süd. Den Abschluss bildete die Vorführung eines Lehrvideos sowie die Beantwortung der Teilnehmerfragen.
Den Abschluss der Gastvortragsreihe bildeten die Themen Gefahrenmeldeanlagen, Besonderheiten im Hochgeschwindigkeitsverkehr und Fahrerloses Fahren am 01.09.2016.



Wir danken dem TÜV SÜD Rail und speziell Herrn Dießner für den sehr anschaulichen und bereichernden Beitrag zu unserer Lehrveranstaltung Leit- und Sicherungstechnik. Wir blicken mittlerweile auf eine vierjährige Zusammenarbeit mit Herrn Dießner zurück. Wir würden uns freuen, Herrn Dießner auch bei folgenden Lehrveranstaltungen aktiv einbinden zu können.